Werden die Zellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, sinkt die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Wir fühlen uns müde, schlapp, und wir werden anfälliger für Krankheiten.

Bedeutung der Mikrozirkulation

Ein funktionierender Blutkreislauf ist für die Aufrechterhaltung unserer Körperfunktionen unabdingbar. Als Teil des Systems sichert die Mikrozirkulation in den Kapillargebieten den notwendigen Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebe. Ist die Mikrozirkulation gestört, können umliegende Zellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und Stoffwechsel- und Abbauprodukte nicht angemessen abtransportiert werden. Dies beeinträchtigt die Funktions- und Leistungsfähigkeit der betroffenen Körperzellen und der von diesen Zellen gebildeten Organsysteme. Man kann also sagen: Der Funktionszustand eines Organsystems wird zu einem großen Teil durch den Funktionszustand seiner Mikrozirkulation bestimmt.

Ursachen für eine gestörte Mikrozirkulation

Regelmäßige Bewegung senkt den Blutdruck, verbessert den Fettstoffwechsel, hilft dabei, Übergewicht zu reduzieren und Diabetes vorzubeugen – all das wirkt sich auch positiv auf die Gefäßgesundheit aus. Besonders empfehlenswert sind Ausdauersportarten wie Wandern, Schwimmen oder Joggen.

Beste Bedingungen für einen ungestörten Blutfluss sind freie und elastische Gefäße. Krankhafte oder altersbedingte Prozesse können die Gefäße schädigen, so dass die Durchblutung zunehmend beeinträchtigt wird. Mediziner bezeichnen solche Schädigungen der Endstrombahn, die mit Funktionseinbußen der Mikrogefäße einhergehen, als Mikroangiopathie. Auslöser für solche Schädigungen können verschiedene Erkrankungen, z. B. Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus, sein.

Die häufigste Ursache für eine Schädigung der Gefäße, die sowohl die größeren als auch die kleinsten Gefäße betreffen kann, ist die Arteriosklerose, umgangssprachlich oft Arterienverkalkung oder Arterienverhärtung genannt. Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden, sogenannte Plaques, führen nach und nach zu einer Verhärtung und Verdickung der Gefäßwände. Die Folgen sind eine schrittweise Verengung des Gefäßvolumens sowie nachlassende Elastizität der Gefäße.

Arteriosklerose zählt zum Kreis der Zivilisationskrankheiten, denn unser Lebensstil und die Lebensumstände tragen zu einem großen Teil zur Entwicklung einer Arteriosklerose bei. Hauptrisikofaktoren sind Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck und Stress. Worauf wir keinen Einfluss haben, sind die genetische Veranlagung für Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen sowie der natürliche Alterungsprozess. Bereits ab dem 40. Lebensjahr machen sich Verschleißerscheinungen auch an den Gefäßen bemerkbar. Das Gewebe wird hart und spröde.

Gesundheitliche Folgen einer gestörten Mikrozirkulation

Abhängig davon, wie stark die Störungen in der Mikrozirkulation ausgeprägt sind und welches Organsystem davon betroffen ist, machen sich körperliche Beeinträchtigungen bemerkbar. Mitunter fühlt man sich zunächst nur schlapp und antriebslos, weil den Zellen die notwendige Energie fehlt. Die Muskulatur regeneriert nach körperlicher Anstrengung schlechter, das Immunsystem ist geschwächt, so dass die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten steigt und Heilungsprozesse verlangsamt sind. Eine gestörte Mikrozirkulation in Bereichen unseres Gehirns kann sich durch nachlassende Gedächtnis- und Konzentrationsfähigkeit oder Schwindelanfälle bemerkbar machen.

Auswirkungen einer gestörten Mikrozirkulation

  • Nachlassen der allgemeinen körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit durch Energiemangel in den Zellen
  • Einschränkungen oder Störungen von Organfunktionen bei den von der Durchblutungsstörung betroffenen Organen
  • Schwächung des Immunsystems
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Wundheilungsstörungen
  • Erhöhte Stressanfälligkeit
  • Verlangsamte Regenerations- und Heilungsprozesse

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